Histaminunverträglichkeit – der Weg zur Ernährungsumstellung

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Eine Woche vor unserer Weihnachtsfeier in Hamburg bekam ich unter anderem die Diagnose: Histaminunverträglichkeit. Puh, jetzt konnte ich nicht mehr absagen. Was sollte ich nur dort essen und trinken? Und was bedeutet das für mich und meinen bisherigen Essgewohnheiten? Ferner stellte sich eine Allergie gegen Milcheiweiß, Weizen, Petersilie,  Zucker, Zuckerersatzstoffe, Honig, Schweinefleisch, Pflaumen, Weintrauben, Rosinen und einige Konservierungsstoffe heraus. Und zu guter Letzt habe ich eine Schwermetallvergiftung und eine Candidis.  

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich nun vermehrt mit meiner Ernährung. Ein Schlachtplan gegen die Schwermetallvergiftung und gegen die Candidis ist bereits in Arbeit.

Einige Wochen sind seit der Diagnose vergangen. Und der erste Schock ist vorüber. Die Histaminunverträglichkeit und alle weiteren Allergien finde ich nicht mehr so schlimm. Eine Herausforderung stellt noch die Candidis dar. Doch zunächst möchte ich Euch von der beginnenden Ernährungsumstellung berichten. Und Dank meiner Mutti habe ich noch ein schönes Brotrezept erhalten, was ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Was bedeutet eigentlich eine Histaminunveträglichkeit?

Histamin wird von uns selbst im Körper gebildet. Und bei Einnahme unverträglicher Nahrungsmittel wird vermehrt Histamin produziert. Ferner gibt es von Haus aus histaminreiche Nahrungsmittel.  Zu unterscheiden sind demnach histaminreiche und histaminfreisetzende Nahrungsmittel. Beide Gruppen sollte ich so wenig wie nur möglich zu mir nehmen.  Auch sollte Fleisch nicht erneut aufgewärmt werden.     

  • Geräucherte, getrocknetes, mariniertes Fleisch-, Fisch- und Wurstsorten sind zu meiden. Ebenso Fleisch und Fisch in Konserven sowie Meeresfrüchte und Fischsalate.
  • Etliche Obstsorten setzen Histamin frei und sind ebenfalls zu meiden.
  • Einige Gemüsesorten sind ebenfalls unverträglich. Bei mir könnten es zunächst Zwiebel und Spinat sein. Zumindest habe ich beides in Kombination wohl in letzer Zeit nicht vertragen.
  • Alkohol ist bis auf wenige Ausnahmen tabu. Es gibt wohl histaminarmen Weißwein. Doch da ich zusätzlich gegen Weintrauben allergisch reagiere, suche ich weiter nach einem histaminarmen Apfelwein. Lach, Ouzo vertrage ich. Ich steh wohl nur auf harte Sachen.
  • Was ich echt vermissen werde, ist Schokolade und Kakao. Da ich keine so schlimmen Auswirkungen bei Übertretungen habe, wird es wohl schon mal vorkommen, dass ich ein kleines Stückchen Schokolade naschen werde. Hier kommt es bei mir wohl auch auf die Menge an, die ich zu mir nehme.

Jeder Mensch mit einer Histaminunverträglichkeit reagiert auf Nahrungsmittel verschieden. Was für den einen verträglich ist, könnte für eine andere Person bereits unverträglich sein.

Welche Hilfe findest Du im Netz?

Empfehlenswert sind folgende Websites und Apps:

  • die schweizerische Interessensgemeinschaft Histamin-Intoleranz (SIGHI)
  • die Nahrungsmittel Datenbank auf nmidb.de
  • die HI,FM & Co App von Baliza (4,99 Euro)

Auch findet man in diversen Facebook Gruppen zum Thema Histamin guten Austausch. Ich habe vor Kurzem die “Candida Albicans Selbsthilfe-Gruppe deutsch” in Facebook gegründet. Ich möchte zu diesem Themengebiet sicherer werden, Gleichgesinnte treffen und ab Februar / März guten Mutes die richtige Entscheidung zu Ernährung, Medikamenten & Nahrungsergänzungsmitteln treffen.

Habt Ihr auch Probleme mit Histamin? Dann habe ich für Euch ein leckeres Brotrezept. Gefunden hat es meine Mutti auf Pinterest und mir mitgegeben. Schmeckt wirklich lecker, vorausgesetzt Ihr seid nicht auf Kartoffel oder weitere Zutaten allergisch:   

Kartoffelbrot bei Histaminunverträglichkeit

340g mehlig geschälte gekochte und durchgepresste Kartoffeln
2 TL Salz
60ml warmes Wasser
330g Dinkelmehl
1 EL Öl
0,5 Packung Weinsteinbackpulver

Alle Zutaten miteinander vermischen und kneten. In eine Backform füllen und ab damit in den Ofen. Damit die Kruste knusprig wird, eine kleine Schüssel mit Wasser mit in den Ofen dazu geben und bei 180 Grad ca. 40 Minuten aufbacken lassen. Optional könnt Ihr Körner und weitere Gewürze Eurer Wahl dem Teig zufügen oder aus dem Teig auch Brötchen formen. 

brot-histaminfrei

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Welche gesundheitlichen Defizite stellen für Euch eine Herausforderung dar?

2 Kommentare

  1. 13. Januar 2018 / 23:36

    Ich hab auch eine Histaminunverträglichkeit, bin Allergikerin aber weniger gegen Nahrungsmittel. Also gesund ernähren fällt mir schwer, denn alles was gesund ist haut mich um. Manches geht in Massen! Ausprobieren ist angesagt, kennst Du ja sicher. Es ist einfach nur mal gut, zu lesen, dass man nicht alleine ist mit dem Mist. Danke dafür.

    LG, Bea

  2. 2. Februar 2018 / 11:00

    Meine Histaminunverträglichkeit ist nicht immer gleich, es gibt Zeiten wo es zimlich arg ist und mir gefühlt ALLES eine Reaktion gibt und andere Zeiten wo es eher “lockerer” ist. Ich habe aber auch eine chronische autoimmune Krankheit die es beeinflusst. Einen Tipp kann ich dir geben: in der Apotheke kannst du Daosin kaufen und es nehmen bevor zu isst. Ich habe es immer in der Tasche, damit es gleich da ist, und es ist sehr hilfreich wenn man irgendwo eingeladen ist wo man nicht die Kontrolle über das Essen haben kann. Bzw auch wenn ich Italienisch esse, weil ich Tomatensoße und Käse mag – zwei Sachen die wirklich nicht bei eine Histaminintoleranz helfen!

    Dein Kartoffelbrot Rezept gefällt mir sehr, werde ich sicher mal nachbacken!

    LG, Rosie //Curvy Life stories

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